Powerkugel oder Fruchtkonfekt

 

Man kann es nennen, wie man will,

lecker sind sie allemal.

Schnell gemacht und gern gegessen,

gut wenn man einen kleinen Vorrat im Kühlschrank hat.

Hier das “Rezept”

Powerkugeln

Zutaten:
100 g Datteln, getrocknet
100 g Mango, getrocknet
2 EL Cashewnuss-Mus
2 EL Erdmandeln, gemahlen
2 EL Hanfsamen, geschält
2 EL Sesam, schwarz, gekeimt
2-3 EL Amaranth, gepoppt
2 EL Kokosfett oder –butter
2 EL Kakaopulver
Amaranth oder Sesam zum Wenden

Zubereitung:
Kokosfett zerlassen, etwas abkühlen lassen.
Trockenfrüchte fein hacken (am besten mit einer Küchenmaschine, Moulinette etc.),
mit den anderen Zutaten vermengen bis eine leicht klebrige Masse entsteht.
Aus der Masse mit angefeuchteten Händen Kugeln formen, diese in Amaranth oder Sesam wenden, über Nacht trocknen lassen. Kühl aufbewahren.

Die Zutaten können beliebig variiert werden. Sowohl Trockenfrüchte als auch Getreidesorten (gepoppt, gekeimt oder pur) können nach persönlichem Geschmack zugefügt werden.
Wenn die Masse zu trocken wird, etwas Wasser zugeben, wenn sie zu weich wird, evtl. etwas mehr Erdmandeln oder auch gehackter Nüsse zufügen.

Das versprochene Pink

ist ein gedämpfter Reiskuchen

aus einer Fertigbackmischung

erstanden bei Toko Indonesia, wo ich auch meine – Ta-da-a-a

Chiffonbackform (nun doch) gekauft habe.

Der Reiskuchen ist genau so geworden, wie er aussieht,
pappsüß und klebrig,  genau so muss er, vermutlich, auch sein.
Für mitteleuropäische Gaumen ist die Konsistenz etwas gewöhnungsbedürftig,
die Farbe läßt alle Alarmglocken (von wegen, kann so etwa Buntes ungiftig sein!?)
aufleuchten, die Süße läßt unweigerlich Visionen von drohender Karies entstehen…
aber sonst, ganz o. k.
Muss ich aber, glaube ich, nicht mehr haben.

Etwas ganz anderes ist das hier:
Der angekündigte Chiffonkuchen mit schwarzer Sesampaste.


Ich finde ihn superlecker.


Die Textur ist auch ganz o. k., wenn er auch nicht ganz so aufgegangen ist, wie ich es mir gewünscht habe.

Und als Abschluß meiner heutigen Backorige:


Der weltbeste Käsekuchen.

Zwar einwenig dunkel geworden und möglicherweise nicht optimal in Form, aber:
er schmeckt göttlich.


Was nicht mein Verdinst ist, sondern an dem so einfachen wie genialen Rezept liegt.
Ich habe lediglich eine Veränderung vorgenommen:
Zwischen Mürbteigoben und Quarkmasse habe ich gute 3 Eßlöffel Yuzu-Tee verstrichen und beim Zucker in der Eigelb- und Eiweißmasse etwas weniger und dafür den guten Japanischen genommen.
East meets West, so zu sagen.

Matchamania, die zweite

Nach Grün kommt Pink

Der Koch-Matcha ist fast aufgebraucht. Matcha-Wasabon-Mousse wurde zweimal gemacht und für so gut befunden, dass keine Zeit blieb, Fotos davon z u machen.

Die Matcha-Tiramisu, ebenfalls eine Idee von Amato,
mit Matcha-Surup und –Likör zubereitet,

wurde jemandem kurz vor dem Wegputzen unter der Nase weggeschnappt, abgelichtet und wieder zum Essen freigegeben.

 

Ich habe nur auf die Eier-Creme verzichtet,
so wie ich es mit der “normalen” Tiramisu auch immer mache
und habe stattdessen für die Mascarpone-Creme nur Mascarpone und Schlagsahne
(im Verhältnis 2 zu 1) genommen.
Das klappt auch immer ganz gut und ist auch im Sommer viel “ungefährlicher”.

Der klägliche Rest Matcha wird für den nächsten Matcha-Chiffonkuchen verwendet.

Apropos Chiffonkuchen.
Wie es scheint, gibt es diesen nicht nur in Grün.
Sondern auch in Pink
Wie diese Bilder von Little House beweisen.

Würd ich sofort nachbacken,
wenn ich nur wüsste, wo man violette Süßkartoffeln bekommt… :-(

Bis dahin könnte ich es vielleicht mit Schwarz probieren, wie auf dem Titelbild dieses schönen Backbuches  zu sehen.

Das Original-Rezept schreibt als eine der Zutaten schwarze Sesampaste vor.  Die gibt es fertig zu kaufen. Bei  Lunch for one  fand ich ein Rezept, wie man sie selbst herstellen kann.  Hab´s probiert.

Es sieht zwar aus, wie das, was man unter den Schuhsohlen mitbringt, wenn man querfeldein marschiert, schmeckt aber wie … ja, wie Mohn.
(War vielleicht irgendwann irgendwo auf der Welt der Anbau von Mohn verboten und man hat sich dann schwarzen Sesam als Ersatz ausgedacht? ?)

Meine Paste  ist aus 250 g schwarzem Sesam und  75 g weißem. Es ist eine ganz schöne Menge. Sollte jemand auf die gleiche Idee kommen: haltet Euch an das Original-Rezept. Das ist wirklich ausreichend.

So, jetzt muss ich nur noch den Kuchen backen. ..

Der richtige Rahmen

… für ein Stickbild.

Mit freundlicher Unterstützung von Frau Grün hat das gestuckte Kunstwerk endlich zu seinen Ehren gefunden.

Unglaublich, aber wahr: dieses wunderschöne, sicher in hunderten von Stunden feinst gestickte Bild war ein zufälliges Minbringsel eines Bekannten aus Vietnam. Gekauft als besticktes, leicht angeschmutztes Tuch auf irgendeinem Markt in Südostasien kam es nach Deutschland, wurde hier kurz bewundert und verschwand für lange Zeit in einem der hintersten Winkel eines Schranks, in dem Ufos, unerfüllte Träume und auf später aufgeschobene Aufgaben wohnen.

Einmal wieder ans Tageslicht gebracht wollte es diesmal nicht wieder in die Versenkung zurück und beschäftigte meine Gedanken so lange, bis ich mich entschloss, schon allein aus Respekt vor der großartigen Arbeit der unbekannten Stickerin dem Bild einen würdigen Rahmen zu geben.

Es hat sich gelohnt.

Das Bild ist viel schöner geworden, als ich es mir vorgestellt habe.

Die filigranen Stiche, die Tiefe der Farben und die eigenartige Stimmigkeit, die es ausstrahlt, hat fast schon etwas Magisches.

Ich macht mich richtig glücklich.
Ich wünschte, ich könnte es der Künstlerin auch sagen…

Japanische Hexenküche

oder wie Bilder veraubern:

Wer sich einmal auf die Seiten von Amato verirrt hat, für den gibt es keine Rettung mehr.

Noch nie gehört, noch nie gesehen, noch nie geschmeckt und dennoch:

es geht von ihren süßen Gebilden ein solcher Sog aus, dass sie schon süchtig machen, bevor man hineingebissen hat.

Und so begibt man sich auf die aufwendige Suche nach Zuckersorten*, die viel zu kostbar sind, als das man sie ernsthaft als Nahrungsmittel bezeichnen könnte, nach glutenarmen Mehlprodukten (ohne je ein Problem mit glutenhaltigen gehabt zu haben), kauft Muße, Öle, Bohnen(!) und gekeimtes Getreide(Doppel!!) und macht sich allen Ernstes an die Prodktion verheißungsvoller, aber zeit- und geldraubender Fluffigkeiten, die zu allem Überfluß auch noch so kapriziös in der Herstellung sind, dass sie keinerlei Abweichungen von empfohlener Temperatur, Rührgeschwindigkeit, Kochdauer, oder Stimmungslage der Küchenmaschine tolerieren.

Sklavisch  hält man sich daher an Anweisungen, wie “die Backform sollte nicht eingefettet werden”, ohne dabei zu beachten, dass damit nicht die ordinäre Guglhupfform, sondern die spezielle asiatische Kuchenform mit glatten Wänden (zum besseren Herausschneiden des Backwerks) gemeint ist.

Das Ergebnis ist genau so, wie man es vermuten darf:

Der Kuchen sieht aus wie ein Mooshügel nach einem Hagelsturm.
Sollte eigentlich ein Chiffonkuchen werden.

Schmeckt aber ungeachtet des Aussehens hervorragend!

Wird mit Sicherheit wieder gebacken
(doch beim nächsten Mal garantiert in einer Form,
die zuvor auf die langweiligste Art kuchenabweisend präpariert wird).

* Zucker
   Johakuto für den Teig


  Wasabon für später geplante Back- u. Kochversuche


beide Sorten erhältlich hier

Ein Herz zum Verschenken

ist gerade fertig geworden.

Wer es bekommt, weiß ich noch nicht.
Auf jeden Fall jemand, der einen Sinn dafür hat.

und bestickte Kissen nicht großtantig findet.

Es hat Spaß gemacht
und war doch eine ganze Menge Nadelstiche
bis es fertig war.

Kissenbezug: Zarahome
Stickgarn: Seafoam Widlflowers by Caron.
Stickvorlage: Tendre Coeur von Malin Maline

Versuchsreihe

Mein erster Versuch, die Panna Cotta nach Amatos Rezept herzustellen,
war nicht so der große Hit.
Vielliecht lag es am Zucker

(mein geliebter brauner Rohrzucker, nicht der vorgegebene Johakuto),
aber meine Panna Cotta wurde trotz Himbeegelee nicht rosa,
sondern bräunlich grau.
Den Griff zur Lebensmittelfarbe konnte ich mir nicht verkneifen,
so wurde sie dann gräulich-pink.
Geschmeckt hat sie auch irgendwie nach aufgeweichten Algen
(so stell ich mir jedenfalls aufgeweichte Alten vor) mit etwas Süße.

Der zweite Versuch war ein Rezept aus dem Stevia-Buch.


Hier hab ich mich zwar weitgehend an das Rezept gehalten
und habe lediglich das Groo-Via durch Steviosid*
und die Gelatine durch Kanten** Agar-Agar Flocken ersetzt.

 
Das Ergebnis war aber dennoch nicht berauschend.
Die Mandelmasse-duch-das Haarsieb-Passiererei war es auf keinen Fall wert.

Der dritte Versuch war ein Fertigprodukt von Byodo.

Es schmeckte gar nicht schlecht.
War zwar nicht rosa und durfte daher nicht in die Förmchen,
aber das mußte es ja auch nicht, denn es war ja nur ein Versuch.

Der ultimativ letzte Versuch war eine Eigenkreation:
Pistazien-Panna Cotta a la was noch von den Resten übrig war.

Hier das Rezept:

Zutaten:
5 g Agar-Agar Kanten Flocken
60 g Pistazien
200 ml Sahne
300 ml Mandelmilch
2 EL weißer Rohrzucker
1 Msp Fleur de Sel Hibiscus
1 TL Zitronensaft
1-2 EL Agavendicksaft

Zubereitung:

Zuerst 5 g Agar-Agar mit ca. 50 ml kochendem Wasser übergießen,
ca. 1/2 Stunde stehen lassen. Die Algen lösen sich zwar nicht ganz auf,
es wird dennoch die Flüssigkeit gebunden (ein Klumpen entsteht).
Die Pistazien zusammen mit ca. 2 EL Sahne im Mixer sehr fein pürieren,
zur Seite (oder in den Kühlschrank) stellen.
Mandelmilch mit der restlichen Sahne, dem Zucker und einer Msp. Salz
(es kann auch ein anderes Salz sein, z. B. Himalaya-Salz) aufkochen.
Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, den Kanten-Klumpen in der heißen
Sahne-Mandelmilch-Mischung auflösen, so lange köcheln,
bis keine Kanten-Flocken mehr sichtbar sind.
Nun die Masse von der Kochstelle nehmen, das Pistazienmus hinzufügen,
alles glatt rühren und noch einmal kurz aufkochen.
Wieder von der Kochplatte nehmen, mit Agavendicksaft und etwas
Zitronensaft abschmeckenund in vorbereitete Schälchen
(evtl. zum späteren Stürzen mit Wasser ausgespült) füllen.

Nun ist das Ergebnis zwar nicht rosa und darf deswegen auch
nicht in die Rosen-Förmchen, aber was soll´s, dann ist es
eben grün.

* Steivosid (und die Information darüber) gibt es z. B. hier

**Meine Begeisterung für Kanten hält sich in Grenzen.
Die Flocken lösen sich sehr schlecht auf, ohne vorheriges
Einweichen eigentlich gar nicht.
Ich glaube, als Nicht-Veganer darf man hier getrost
auf die bekannten Alternative zurückgreifen.

Frühjahrsputz

Für alle, die das Gefühl haben, es wäre Zeit für einen Frühjahrsputz

hier mein Tipp: Orangenölkonzentrat als Universalreiniger

Meine Entdeckung dieses Frühjahrs. Gibt es in Bioläden oder auch hier

Es ist wirklich ein Alleskönner.
Alte, schon aufgegebene Flecken: weg
Ruß auf den Fensterrahmen und -dichtungen (wer ein Fenster zur Straßenseite hin hat, weiß wovon in spreche): weg
Fliesen, Kacheln, Badkeramik: alles strahlt wie neu ;-)
Na ja, wohlfühlneu, halt

Und überall dieser angenehme Orangenduft!

Dieser Eintrag mußte einfach sein.

Matcha-Mania

Es gibt Dinge, von denen man noch nie gehört.

Eines Tages stößt man durch Zufall darauf, wird neugierig und googelt danach.

Und siehe da: die ganze Welt kennt es schon (nur ich nicht).

Es gibt A-Blogger, die ganze Seiten damit füllen und eine riesige
Anhängerschaft bediehnen,
es gibt einen waren Kult um das Drumherum.

und nun kommt, was kommen muss:

ich will es plötzlich auch.

Die Rede ist vom Matcha.

Es ist, so liest man, nicht einfach ein grüner Tee (den mag ich so wie so nicht),
sondern ein vier Wochen vor der Ernte beschatteter Tencha,
der durch eben diese Beschattung ein extrem delikates, tiefgrünes Blatt erhält.
Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und anschließend
in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen.
Das Pulver ist intensiv-grün und daher ideal als Farbgeber für augefallene
kulinarische (vor allem süße) Kreationen.

Sucht man nach einem Matcha-Rezept,
stößt  man unweigerlich auf diese Seite.

Ist man erst einmal so weit, kann man auch nicht mehr zurück.
Es packt einen sofort.
Jetzt muss man sie einfach ausprobieren

die Matcha-Mousse

und die Matcha-Tiramisu

und noch so einiges andere Appettitlichkeiten

Und schon geht es los:

Die Zutaten lesen sich wie das Kochbuch einer (japanischen) Hexe.
Die Beschaffung aller notwendigen Ingridenzien
ist ein logistisches Meisterwerk.

Selbstverständlich wird Matcha auch getrunken, doch dazu
muss erst einmal eine tradizionelle Teezeremonie durchgeführt werden.

Matcha kann man nicht mit einem ordinären Schneebesen aufschäumen,
NEIN, dazu braucht man einen Chasen
(das ist ein aus einem Bambusstück hergestellter Besen)

und für den Chasen einen speziellen Fayance-Topf,
auf den der Besen, pardon Chasen,
nach Gebrauch aufgestulpt wird zum Trocknen.

Und es wäre ja nicht japanisch, wenn diese profanen Küchenuntensilien
nicht die vollkommene Form und Anmut von Kunstgegenständen hätten.
Dabei habe ich noch gar nicht die Trinktassen erwähnt.


Ganz gleich wie seltsam es klingt, aber es kommt mir fast schon wie ein Sakrileg vor,
den ersten Matcha eben nicht mit einem Chasen aufgeschlagen
und nicht aus einer solchen Tasse zu trinken.
Damit werde ich mir also noch Zeit lassen, denn
beim Matcha selbst scheint es auch riesige Qualitätsunterschiede zu geben,
naturgemäß ist der hochwertigste auch der (sündhaft) teuerste.
Aber auch die mittlere  Preiskategorie hat es in sich.

Ich wage mich erst einmal an den Koch-(und Back-)Matcha
und werde eines der oben erwähnten Desserts ausprobieren.

unerwartetes Geschenk

Diese Riesenkone mit einem tweedartigen Garn, das lt. Innenetikett aus reinem Kashmere besteht, stammt aus Beständen eines ehemaligen Textilgeschäfts, das mangels Nachfolger aufgegeben hat. Ich freue mich erst einmal über das Geschenk. Was ich darauf mach, überlege ich mir dann später.

Die Guzzis dienen dem Größen-Vergleich. Und sie passen immer, da sagenhaft lecker…