Powerkugel oder Fruchtkonfekt

 

Man kann es nennen, wie man will,

lecker sind sie allemal.

Schnell gemacht und gern gegessen,

gut wenn man einen kleinen Vorrat im Kühlschrank hat.

Hier das “Rezept”

Powerkugeln

Zutaten:
100 g Datteln, getrocknet
100 g Mango, getrocknet
2 EL Cashewnuss-Mus
2 EL Erdmandeln, gemahlen
2 EL Hanfsamen, geschält
2 EL Sesam, schwarz, gekeimt
2-3 EL Amaranth, gepoppt
2 EL Kokosfett oder –butter
2 EL Kakaopulver
Amaranth oder Sesam zum Wenden

Zubereitung:
Kokosfett zerlassen, etwas abkühlen lassen.
Trockenfrüchte fein hacken (am besten mit einer Küchenmaschine, Moulinette etc.),
mit den anderen Zutaten vermengen bis eine leicht klebrige Masse entsteht.
Aus der Masse mit angefeuchteten Händen Kugeln formen, diese in Amaranth oder Sesam wenden, über Nacht trocknen lassen. Kühl aufbewahren.

Die Zutaten können beliebig variiert werden. Sowohl Trockenfrüchte als auch Getreidesorten (gepoppt, gekeimt oder pur) können nach persönlichem Geschmack zugefügt werden.
Wenn die Masse zu trocken wird, etwas Wasser zugeben, wenn sie zu weich wird, evtl. etwas mehr Erdmandeln oder auch gehackter Nüsse zufügen.

Der richtige Rahmen

… für ein Stickbild.

Mit freundlicher Unterstützung von Frau Grün hat das gestuckte Kunstwerk endlich zu seinen Ehren gefunden.

Unglaublich, aber wahr: dieses wunderschöne, sicher in hunderten von Stunden feinst gestickte Bild war ein zufälliges Minbringsel eines Bekannten aus Vietnam. Gekauft als besticktes, leicht angeschmutztes Tuch auf irgendeinem Markt in Südostasien kam es nach Deutschland, wurde hier kurz bewundert und verschwand für lange Zeit in einem der hintersten Winkel eines Schranks, in dem Ufos, unerfüllte Träume und auf später aufgeschobene Aufgaben wohnen.

Einmal wieder ans Tageslicht gebracht wollte es diesmal nicht wieder in die Versenkung zurück und beschäftigte meine Gedanken so lange, bis ich mich entschloss, schon allein aus Respekt vor der großartigen Arbeit der unbekannten Stickerin dem Bild einen würdigen Rahmen zu geben.

Es hat sich gelohnt.

Das Bild ist viel schöner geworden, als ich es mir vorgestellt habe.

Die filigranen Stiche, die Tiefe der Farben und die eigenartige Stimmigkeit, die es ausstrahlt, hat fast schon etwas Magisches.

Ich macht mich richtig glücklich.
Ich wünschte, ich könnte es der Künstlerin auch sagen…

Frühjahrsputz

Für alle, die das Gefühl haben, es wäre Zeit für einen Frühjahrsputz

hier mein Tipp: Orangenölkonzentrat als Universalreiniger

Meine Entdeckung dieses Frühjahrs. Gibt es in Bioläden oder auch hier

Es ist wirklich ein Alleskönner.
Alte, schon aufgegebene Flecken: weg
Ruß auf den Fensterrahmen und -dichtungen (wer ein Fenster zur Straßenseite hin hat, weiß wovon in spreche): weg
Fliesen, Kacheln, Badkeramik: alles strahlt wie neu ;-)
Na ja, wohlfühlneu, halt

Und überall dieser angenehme Orangenduft!

Dieser Eintrag mußte einfach sein.

Matcha-Mania

Es gibt Dinge, von denen man noch nie gehört.

Eines Tages stößt man durch Zufall darauf, wird neugierig und googelt danach.

Und siehe da: die ganze Welt kennt es schon (nur ich nicht).

Es gibt A-Blogger, die ganze Seiten damit füllen und eine riesige
Anhängerschaft bediehnen,
es gibt einen waren Kult um das Drumherum.

und nun kommt, was kommen muss:

ich will es plötzlich auch.

Die Rede ist vom Matcha.

Es ist, so liest man, nicht einfach ein grüner Tee (den mag ich so wie so nicht),
sondern ein vier Wochen vor der Ernte beschatteter Tencha,
der durch eben diese Beschattung ein extrem delikates, tiefgrünes Blatt erhält.
Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und anschließend
in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen.
Das Pulver ist intensiv-grün und daher ideal als Farbgeber für augefallene
kulinarische (vor allem süße) Kreationen.

Sucht man nach einem Matcha-Rezept,
stößt  man unweigerlich auf diese Seite.

Ist man erst einmal so weit, kann man auch nicht mehr zurück.
Es packt einen sofort.
Jetzt muss man sie einfach ausprobieren

die Matcha-Mousse

und die Matcha-Tiramisu

und noch so einiges andere Appettitlichkeiten

Und schon geht es los:

Die Zutaten lesen sich wie das Kochbuch einer (japanischen) Hexe.
Die Beschaffung aller notwendigen Ingridenzien
ist ein logistisches Meisterwerk.

Selbstverständlich wird Matcha auch getrunken, doch dazu
muss erst einmal eine tradizionelle Teezeremonie durchgeführt werden.

Matcha kann man nicht mit einem ordinären Schneebesen aufschäumen,
NEIN, dazu braucht man einen Chasen
(das ist ein aus einem Bambusstück hergestellter Besen)

und für den Chasen einen speziellen Fayance-Topf,
auf den der Besen, pardon Chasen,
nach Gebrauch aufgestulpt wird zum Trocknen.

Und es wäre ja nicht japanisch, wenn diese profanen Küchenuntensilien
nicht die vollkommene Form und Anmut von Kunstgegenständen hätten.
Dabei habe ich noch gar nicht die Trinktassen erwähnt.


Ganz gleich wie seltsam es klingt, aber es kommt mir fast schon wie ein Sakrileg vor,
den ersten Matcha eben nicht mit einem Chasen aufgeschlagen
und nicht aus einer solchen Tasse zu trinken.
Damit werde ich mir also noch Zeit lassen, denn
beim Matcha selbst scheint es auch riesige Qualitätsunterschiede zu geben,
naturgemäß ist der hochwertigste auch der (sündhaft) teuerste.
Aber auch die mittlere  Preiskategorie hat es in sich.

Ich wage mich erst einmal an den Koch-(und Back-)Matcha
und werde eines der oben erwähnten Desserts ausprobieren.

Die frechen Raben von Kos

Wenn man an Urlaub in Griechenland denkt, fallen einem blaue Dächer, weiße Häuser und gutes Essen ein.

O.k. Die gab es natürlich auch.

Und Pflanzen, deren Namen ich nicht kenne, die aber sooo nach Griechelandurlaub aussehen, dass ich sie unbedingt “mitnehmen” musste.

Und das Meer, natürlich auch

Und dann die Raben

Mit denen hatte ich echt meine Freude

Ab und zu hielten sie sogar so lange still, bis ich sie endlich “im Kasten” hatte.

Ich hab jetzt schon wieder Fernweh…

Fünf Tage Urlaub

hatte ich.

Folgendes hab ich festgestellt:

1. Das Fernsehprogramm

am Vormittag ist für (Langzeit-)Arbeitslose, weil man es nur über längere Zeit in kleinen Dosen konsumieren kann, ohne es gleich wieder auszuwürgen. Eine kurzfristige Erkrankung oder eben fünf Tage Urlaub reichen nicht aus, um es zu ertragen.

Im Nachmittagsprogramm wird unter viel Zeitdruck und mit stoischer Ruhe gekocht. Als Zuschauer wird man Zeuge, wie jedes  Gericht vom „Bäh“ zum „Mmh“ wird, wenn nur ein Sternekoch darin herumgestochert hat.

Wer vom Kochen genug hat, hat die Wahl

zwischen
von Dünnpfiff geplagten Seehundbabys, paarungsunwilligen Hängebauchschweinen und eingewachsenen Krallen bei einer seltenen Art von Savannenechsen

und Sendungen,
bei denen ungepflegte oder aufgedonnerte, oft unter verbaler Inkontinenz leidende Menschen aufeinander und durcheinander Plärren und ein betont mitfühlend dreinschauender Moderator kamerawirksam und kompetent Verständnis heuchelt.

Am Vorabend wird es besser. Es gibt Vorabendkrimiserien, die sind sogar richtig gut. Mit Charakteren, die Kanten-, Macken- und Tiefe haben. Mit geschickt konstruierten „Fällen“ und wirklich guten Schauspielern. Wäre da nicht die …

…Werbung, immer und immer wieder die gleiche Werbung für

- Treppenlifte, Zahnprotesenreiniger, Lady-Windelhöschen, Gleitsichtbrillen, Anti-Aging-Pigmentfleckweg-Superschmeichel-Wundercrems, Blasenschwäche-Nothilfe-Kürbispräparate und – rechtzeitig zur neuen Bikinisaison – In-drei-Tagen-Bauch-Weg-Schlankheits-Pillen.

Darf man als nicht (ganz) Zielgruppenzugehöriger überhaupt mitgucken?