Kalender, Kuchen und andere Kunstwerke

Auf den  Streifzügen durch  meine Lieblingsblogs hab ich so einiges gefunden, dass ich hier zeige um es selbst auch wieder zu finden.

Diesen zauberhaften Kalender gibt es hier kostenlos zum downloaden

Sie kosten nichts, höchstens eine gute Portion Willenskraft, die köstlichen Backwerke von Syntia Barcomi

angesteckt von  Heimatkunde mußte ich mir einige Rezepte sofort ausdrucken.

unbedingt ausprobieren muss ich außerdem:

Blüten aus Zickzackband von Mariangela Maciel

gesehen bei Ideensammlung

und

mit der Nähmaschine gezeichnete Blüten, wie hier in Perfektion zu bewundern:

Macht es nicht Lust, es sofort auszuprobieren?

Aufgegeben

Völlig entnervt und stinkig hab ich das Projekt aufgegeben.

So hübsch es an dem Modell und bei Yepichka aussieht, so wenig Spaß hatte ich beim Stricken.

Zunächst einmal das Garn:
superweich und glatt aber tückisch! Die Maschen splitten auf, sobald man sie nur berührt! Ganz gleich, welche Nadeln man benutzt, das Stricken ist so anstrengend, wenn man auf alle Fädchen aufpassen muss und dann nach einigen Reihen feststellt, es ist doch wieder eins entwischt!

Dann die Farbe:
von wegen Cremeweiß! Es ist ein ordinäres Natur-Weiß-Beige. Steht, glaube ich, niemandem. Mir erst recht nicht. Wieso hab ich es überhaupt gekauft?!

Will es jemand (geschenkt) haben? Ich hab noch 5 Knäul davon.

Vom Schnitt sollte ich erst gar nicht reden.
An mir sieht es aus wie ein Kartoffelsack. Ob es an mir liegt oder an der Fasson, darüber mag ich gar nicht nachdenken.

Was tut man in so einem Fall?

Richtig.

Man geht shoppen.

Hier meine neueste Anschaffung:

Rowan Felted Tweed

für diese Jacke

aus dem Vouge Knitting International Winter 2009/2010

Taschenliebe, die 2.

Ich habe, wie kann es anders sein, eine neue Tasche

Wie bei vielen anderen zuvor, habe ich auch bei dieser eine Klitzekleinigkeit zu bemängeln:

sie ist perfekt um Dinge darin zu verlieren,

sprich: das Innenfach ist zu groß und nicht unterteilt.

Abhilfe schaffen in diesem Fall sog. Taschen-Butler  (z. B. Vip Bag von Tintamar)

oder – besser noch – man kauft einen solchen bei Dawanda und macht eine Hobby-Näherin glücklich.

Ich habe mir diese Tasche hier bei kreativi gekauft.

Ist sie nicht schön?

Man kann sie auch gut als Strickzeug-Tasche in (fast) jede beliebige andere Tasche stecken und sich damit die unsinnig teuere Amy-Butler-Tasche aus dem Kopf schlagen. (Schön wäre sie ja schon, aber der Preis!)

Lavendeltraum

Dieses wunderschöne japanische Garn habe ich vor einem Jahr gekauft und weiß seitdem nicht, was ich damit machen soll. Einfach verstrickt sieht es nach nichts aus. Mit doppeltem Faden waren die Noppen zu dick und das ganze wirkte wie ein aus den 80-ern rübergerettetes Flammengarn.

Jetzt hab ich ein Lace-Garn gefunden, dass perfekt zu dem Habu Cotton Nerimaki paßt, wie ich finde:

Das ideale Projekt hab ich aber immer noch nicht. Mir schwebt was japanisch-minimalistisches vor. Hat jemand eine Idee, was es sein könnte?

Der Frühling kommt

Und somit endet allmählich auch die Mützen-Stulpen-Schal-Saison.

Mein erstes Frühlingsprojekt für dieses Jahr:

Iris

aus

Rowan Knitting and Crochet Magazine No. 45

weitere Modelle aus diesem Heft können hier genauer angeschaut werden

Hier meine Version davon:

Als Material hab ich mir das Seiden-Baumwollgarn Sunapee ausgesucht.

(gibt es bei einem Wollshop über ebay zu einem wirklich sehr günstigen Preis).

Das Garn gefällt mir wirklich sehr gut.
Die Qualität kann es locker mit einem sehr teueren Markengarn aufnehmen.

Passend zum Thema:

Beim Anblick dieser Schönheiten aus der Dornröschen-Februar-Kollektion hat der Wollaholik in mir natürlich nicht widerstehen können.

Krokus

und

Tausendschön

Mein Sockenwolle-Vorrat ist um zwei Stränge reicher.

Strickpause

Eine Strickpause

musste eingelegt werden.

Die Zeit der Weihnachtsbäckerei ist angebrochen.

Ganz ohne Schnee und vorweihnachtliche Gefühle entstehen die ersten Festtags-Lekerli.

Vanillekipferl

Ohne Vanillekipferl geht es nicht.

Als Kontrast zu den hellen, muss es einfach auch Nougatkipferl geben.

Die Lieblingsplätzchen meiner Familie sind die Walnussplätzchen

Auf die gefüllten Herzen will man aber auch nicht verzichten.

Pfaffenhütchen müssen sein.

Mit den Zitronenblüten, Pistazienplätzchen und Orangensternen
ist das Standardsortiment komplett.

Und diesmal hab ich mir die Mühe gemacht, eine Einkaufsliste
für diese 8 Sorten zusammenzustellen.

Vielleicht schaff ich es im nächsten Jahr, nur so viel Backzeug zu kaufen, wie ich zum Verbacken auch wirklich brauche. Und nicht – wie jedes Jahr – ein Korb voll schlechten Gewissens, bestehend aus nicht benötigten Backzutaten, durchs ganze folgende Jahr zu tragen.

Rückfällig geworden

bin ich, als ich bei Mascha

Diese Version des Lacy-Baktus gesehen habe.

Sofort musste ich einen Zauberball haben um – irgendwann einmal – einen ähnlichen Schal zu stricken.

Auf der Suche nach einem Händler bin ich bei Wollimpressionen hängen geblieben.

Hier haben es mir neben den Zauberbällen sofort die „Mini Mochis“ von Cristal Palace Yarns angetan, erst recht,

als ich die dort gemeiner- und verführerischerweise angehängten Anleitungen angeklickt habe.

Wie nicht anders zu erwarten war, musste ich  natürlich sofort gleich zwei Farben davon haben um – so die Zeit es zulässt – noch vor Weihnachten diese

oder diese

Handschuhe zu stricken.

Damit noch nicht genug:

Neben den „Minis“ hab ich – zur Probe – auch einen Knäul Mochi Plus mitbestellt.

Das Päckchen kam prompt.

Mini Mochi

Die Garne sind superschön.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen:

Einen Zauberball hab ich natürlich auch gekauft. Die Lace-Version in der Farbe Grashalm


Nix war´s mit Wollkauf-Abstinenz.

Ein Wollaholik eben.

Braucht ein Wollaholik Hilfe?

Die Antwort vorab:  Ganz sicher.

Aber:

Er will sich nicht haben.

Die Wollsucht wird nicht nur akzeptiert und als quasi naturgegeben angesehen,

sie ist fast schon die Grundvoraussetzung  für die Zugehörigkeit im Club der Strick-Kreativen.

Wer bei Ravelry und Co. kein Wollaholik ist, der möge aufstehen!

Schließlich haben wir uns die Wollsicht in Jahren erworben und in unzähligen Anläufen „abzugewöhnen“ versucht. Wir haben uns Bewegungen wie „Use what you have“ angeschlossen, kistenweise Wollreste verschenkt und uns selbst ebay-Verbote auferlegt.

Danach die Vorratslager geräumt und unsere ganze Willensstärke aufgewendet, um ein-zwei Strickteile lang durchzuhalten.

Die Erfolgreichsten unter uns schafften es einpaar Monate.

Die Loser keine Woche.

Der Rückfall folgte in jedem Fall  so heftig wie vorhersehbar.

Globalisierungsopfer

Ein Wollaholik ist nicht zwangsweise nur auf Verstrickbares programmiert.

Schöne Stoffe, Perlen, Farben, diverse Kurzwaren und Bücher können ebenso heftige Anfälle von Kaufrausch auslösen wie Tücher- und Sockengarne, japanische Anleitungshefte und Strickutensilien aus Edelholz.

Ich habe – wie nicht anders zu erwarten – auch eine beträchtliche Bibliothek mit japanischen Handarbeitsbüchern und Heften zusammengetragen.Yesasia , Amazon und Junku sei Dank, gibt es heutzutage fast nichts mehr, was man nicht bekommt. Die Sachen sind aber auch außergewöhnlich hübsch aufgemacht. Ob es nun zum eigenen Stil passt oder nicht, man kommt nicht umhin, sie schön zu finden und das eine oder andere unbedingt nachmachen zu wollen.

Genau hier gab es früher den berühmten Haken. So zu sagen den letzen Schutzwall gegen unkontrolliertes Konsumieren. Die Original-Materialien – soweit man die nicht-japanische Bezeichnung überhaupt herausbekam, waren im Europäischen Raum kaum und in Übersee nur gegen jenseits der Vernunftgrenze liegende Versandkosten zu bekommen.

War vor einigen Jahren die Beschaffung dieser – dringend benötigten – Waren im Herkunftsland selbst noch sehr mühsam und nur durch Einschleimen bei japanisch-stämmigen oder –sprechenden Menschen zu bewerkstelligen, benötigt man heute nur noch einen handelsüblichen, ans Internet angeschlossenen Computer, eine Kreditkarte und einwenig Zeit. Sehr hilfreich hierbei sind Seiten wie diese.  Hier wird Schrift für Schritt durch die schön beschnörkelte Bestell-Routine geführt. Nach einigen Fehl-Tappern kommt man ans Ziel und darf seine Kreditkarten-Nummer eingeben.

Der Rest ist eine Mischung aus Vorfreude und schlechtem Gewissen.

Ich sag´s doch: die Globalisierung ist an allem schuld.

Ein Wollaholik gelobt Besserung

Der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung ist es, das Problem zu erkennen.

Der zweite: es zu verdrängen.

Man kommt damit zwar nicht sehr weit, hat aber für eine kurze Zeit das berauschende Gefühl, das Problem aus der Welt geschafft zu haben.

Ein Wollaholik hat zunächst einmal kein Problem, sonder einfach nur zu wenig Zeit, um alle geplanten Projekte in Angriff nehmen zu können.

Wäre da nicht der ständige Nachschub an neuen Ideen und der schleichende Verlust der Übersicht über Geplantes und Aufgestautes, käme er gar nicht auf die Idee, ein Problem zu haben.

Schließlich haben alle, die schöne Strickmaterialien lieben, überquellende Vorratsschränke, vollgestopfte „Arbeitszimmer“ und die Wohnung voller Ufos. (Ist ja auch doof, im Sommer die im Winter angefangenen Wollschals und im Winter die im Sommer nicht geschafften Tops fertigstricken zu wollen. Es gilt auch hier der Grundsatz, dass der falsche Zeitpunkt nicht der richtige ist.)

Beim gelegentlichen Umsortieren oder im Zuge der alle Jubeljahre stattfindenden Ausmistaktion stellt man dann doch eines Tages fest, dass es fast nichts gibt, was man nicht schon hat und von dem man gar nicht mehr weiß, dass man es hat. Wozu, warum und wann man es erworben haben soll, steht leider selten drauf und dass es einmal gefallen haben soll, hält man in einigen Fällen sogar für ein Gerücht.

Spätestens hier beginnt es langsam aufzukeimen, das Gefühl, ein klein wenig mit den Einkäufen übertrieben zu haben.

In der folgenden Nacht schläft man schlecht. Ständig in Angst vom schieren Gewicht des aufgetürmten Wollbergs erdrückt zu werden, strickt man um sein Leben und sieht sich dennoch stets neu hinzukommenden (bereits bestellten und unmittelbar vor der Anlieferung stehenden) Paketen gegenüber.

Im Morgengrauen hat man die erlösende Erkenntnis: das überschüssige Zeug muss weg.

Schon träumt man von aufgeräumten, übersichtlichen Regalen, in denen die (wenigen), in (beschrifteten!) Ikea-Schachteln ordentlich gestapelten Wollvorräte im Einklang mit den (handverlesenen) Büchern und Anleitungsheften dem Besitzerstolz schmeicheln.

Im Kleiderschrank befindet sich Kleidung, in Schuhkartons Schuhe und keine vollgestopften (Woll-)Tüten hier und dort verderben mehr die käuflich erworbenen Freuden.

Der Entschluss steht fest: es wird nichts mehr dazugekauft, bevor das Depot nicht aufs erträgliche Maß reduziert, gnadenlos aussortiert und von allen zweifelhaften Käufen befreit worden ist.

Vor lauter Zufriedenheit mit sich selbst wegen der unglaublich selbstkritischen und konsequenten Art der Problembewältigung verschläft man am nächsten Morgen.
Aber das ist ein ganz andere Geschichte.