Rabearosa Purpurblau

Japanische Hexenküche

2 Kommentare

oder wie Bilder veraubern:

Wer sich einmal auf die Seiten von Amato verirrt hat, für den gibt es keine Rettung mehr.

Noch nie gehört, noch nie gesehen, noch nie geschmeckt und dennoch:

es geht von ihren süßen Gebilden ein solcher Sog aus, dass sie schon süchtig machen, bevor man hineingebissen hat.

Und so begibt man sich auf die aufwendige Suche nach Zuckersorten*, die viel zu kostbar sind, als das man sie ernsthaft als Nahrungsmittel bezeichnen könnte, nach glutenarmen Mehlprodukten (ohne je ein Problem mit glutenhaltigen gehabt zu haben), kauft Muße, Öle, Bohnen(!) und gekeimtes Getreide(Doppel!!) und macht sich allen Ernstes an die Prodktion verheißungsvoller, aber zeit- und geldraubender Fluffigkeiten, die zu allem Überfluß auch noch so kapriziös in der Herstellung sind, dass sie keinerlei Abweichungen von empfohlener Temperatur, Rührgeschwindigkeit, Kochdauer, oder Stimmungslage der Küchenmaschine tolerieren.

Sklavisch  hält man sich daher an Anweisungen, wie „die Backform sollte nicht eingefettet werden“, ohne dabei zu beachten, dass damit nicht die ordinäre Guglhupfform, sondern die spezielle asiatische Kuchenform mit glatten Wänden (zum besseren Herausschneiden des Backwerks) gemeint ist.

Das Ergebnis ist genau so, wie man es vermuten darf:

Der Kuchen sieht aus wie ein Mooshügel nach einem Hagelsturm.
Sollte eigentlich ein Chiffonkuchen werden.

Schmeckt aber ungeachtet des Aussehens hervorragend!

Wird mit Sicherheit wieder gebacken
(doch beim nächsten Mal garantiert in einer Form,
die zuvor auf die langweiligste Art kuchenabweisend präpariert wird).

* Zucker
   Johakuto für den Teig


  Wasabon für später geplante Back- u. Kochversuche


beide Sorten erhältlich hier

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2 Kommentare zu “Japanische Hexenküche

  1. haha, das hast du aber treffend beschrieben. So ging es mir am Anfang auch. Bin gleich losgestürmt und hab mir die (für mich) exotischsten Zutaten besorgt wie Pfeilwurzelmehl und so. Hab dann aber irgendwann kapituliert. T_T

    Ich habe in meinem Blog einen Post verfasst über die Wahl der richtigen Chiffon-Form und alternative Möglichkeiten. Vielleicht hilft es dir ja weiter.
    http://mari-to-kazuo.blogspot.de/2012/01/die-richtige-chiffon-cake-form.html

    • Vielen lieben Dank für die Tipps.
      Ich hatte mich gerade an die Idee gewöhnt, den nächsten Chiffonkuchen in einer kleinen Springform zu backen. Zwar verstoße ich dabei wahrscheinlich gegen zwei Dutzend japanische Zubereitungsgesetze, aber ich muss es ja niemandem verraten 😉

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